1608bis-007-018
2. - 5. Jh.
Regensburg
Regensburg
Deutschland
Canabae
Gräberfeld
Legionslager
Fläche der Komponente
31,73 ha
Fläche der Pufferzone
124,10 ha

legio III Italica
 

Als Folge der Zerstörung des Kumpfmühler Kastells wurde das Legionslager Castra Regina oder auch Reginum am Ufer der Donau gegenüber der Mündung des Flusses Regen errichtet. Hier stationierte man die 3. Italische Legion mit einer Stärke von etwa 6.000 Mann. Die steinerne Bauinschrift vom einstigen Osttor belegt die Fertigstellung der Umwehrung im Jahr 179 unter Kaiser Marcus Aurelius. Von dem Wehrbau mit einer Größe von 540 x 450 m lassen sich neben dem Nordtor Porta Praetoria, dem am höchsten erhaltenen römerzeitlichen Denkmal in Bayern, ebenso Teile der Mauer aus Großquadern im heutigen Stadtbild wiederfinden. Ein Ausschnitt der Innenbebauung ist mit Führung im document Niedermünster zu besichtigen. Das Lager umgab auf drei Seiten eine ausgedehnte Vorstadt, die canabae legionis auf einer Fläche von ca. 100 ha. Begrenzt wurde die Zivilbebauung durch die Gräberfelder an deren Rande im Südwesten, Süden und Osten. Trotz der monumentalen Umwehrung wurde das Legionslager ab der Mitte des 3. Jahrhunderts wiederholt von Germaneneinfällen heimgesucht. Nach der Zerstörung der Vorstadt zogen sich die verbliebenen Einwohnerhinter die Mauern zurück, da die Truppen im Lager verringert worden waren. Im 5. Jahrhundert gab man den Militärstandort auf und nur eine Restbevölkerung führte die Besiedlung fort. Das sogenannte Große Gräberfeld wurde bis in das frühe Mittelalter hinein kontinuierlich belegt.

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Die Porta Praetoria des Legionslagers von Regensburg

Luftbild von Regensburg aus Norden; die Umrisse des ehemaligen Legionslagers zeichnen sich auch heut noch ab

Nordostecke des Legionslagers von Regensburg

Museen

Museen zur Geschichte dieses Fundortes

Die Bauinschrift des Legionslagers aufgestellt im Historischen Museum
F. Trykowski

Historisches Museum, Regensburg

Das Historische Museum besitzt eine sehr vielfältige, reiche Sammlung zur Römerzeit. Die Kastelle und das Legionslager und ihre Auswirkung auf die Region sind der Fokus der Präsentation. 

Themen des alltäglichen Lebens, Landwirtschaft, Handwerk, Handel und Religion sowie Totenbrauchtum ermöglichen Einblicke in die Geschichte des einzigen Legionsstandorts der Provinz Raetien und seines Umlands.
 

Archäologische Staatssammlung

Archäologische Staatssammlung, München

Die Archäologische Staatssammlung hat es sich zum Ziel gesetzt, durch die Präsentation besonderer Fundstücke aus ganz Bayern die frühe Menschheitsgeschichte sichtbar und erlebbar zu machen. 

Zu sehen sind dort Kunst- und Alltagsobjekte, Grabbeigaben und Schatzfunde, die die Geschichte der Menschen in Bayern von vor 250.000 Jahren bis heute beleuchten.